Julia Schwartz


Julia Schwartz


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Presse



Als Sängerin
(In) Susanne Stelzenbachs "vis-à-vis", welches ... mit einem Tonband operiert, ... gelang es Julia Schwartz ganz wunderbar, einen skurrilen Dialog mit ihrem künstlichen Gegenüber zu führen, wohlverstanden ganz ohne Worte. (Marc Hoppler zu con voce im Winterthurer Landbote,  24.02.2009)

Die Frauenfiguren von Julia Schwartz... sind innig, leidenschaftlich, zuweilen fast nervtötend emotional gezeichnet. Julia Schwartz' Spiel setzt weniger auf die Gesten und mehr auf ihre tolle Stimme. Jede Regung nimmt man ihr ab: Die schwärmereien der jungen Mädchen, die Trauer über erlittene Verluste ein paar Jahr danach und die Wut über die Hässlichkeiten des Daseins im Allgemeinen und der Männerwelt im Besonderen noch ein paar Jährchen später. (sm zum Programm Eine kleine Sehnsucht -- Berliner Chansons in der Andelfinger Zeitung, 1.11.2006)

Die Pianistin (Dyanne Potter Vögtlin) und die beiden Sängerinnen (Franziska Bolli und Julia Schwartz) bildeten am Sonntagabend ein Ensemble, dessen Harmonie und Zusammenspiel nicht perfekter und liebevoller sein könnte. Passend "in einer Zeit, die keine Zeit hat, sich zu erinnern, was gestern war", wie Kurt Weills Ehefrau Lotte Lenya einmal schrieb. (Dieter Langhard zu Nur die Haltung darfst du nicht verlieren: Kurzweil mit Kurt Weill in der Thurgauer Zeitung 11.11.2003)

In Heitor Villa-Lobos’ Suite portraitierten Cristina Ungureanu und Julia Schwartz Szenen aus dem ländlichen Brasilien. Wie auf einer Mandoline "geschrummt" begleitete Cristina Ungureanu die lautmalerischen Staccato-Salven der Sopranistin mit finalem Jauchzer.... (Emanuel Helg zu Spuren in der Thurgauer Zeitung 3.06.2002)

Als Komponistin
Die vielen Spielmöglichkeiten, die dem Trio Dacor zur Verfügung stehen… nutzte das Trio für das aktuellste Stück des Programms - eine Uraufführung von Julia Schwartz…. Wie ein grosser Umzug, eine Prozession entwickelte sich das Stück aus einem langsamen Rhythmus, der sich allmählich steigerte, fester wurde und die oft vom Bass geführten Linien weitete. Der Titel “Shifting Accents” (sich verschiebende Akzente) kann auf das ganze Trio ebenso bezogen werden wie auf die einzelnen Instrumente. Ich hätte das kurze, eindrückliche Stück gerne noch ein zweites Mal gehört…. (Peter Sieber 25. März 2014 in der Elgger / Aadorfer Zeitung)

Diese elektronische Musik wirkt experimentell, scheint in modernen Klängen das Schicksal (der Karoline von Günderrode) an sich und seine Unerklärbarkeit antönen zu wollen. Die Live-Stimme symbolisiert das Individuum, den Menschen Karoline von Günderrode. In ihrer seelischen Zerrissenheit, oder besser: ihrer seelischen Spannbreite war diese Dichterin ihrer Zeit weit voraus. Frau, Mann oder Mensch? «Heute gälte die Günderrode als Transsexuelle», sagt Julia Schwartz. Ihre Komposition (Grösser denn diese Welt) ist intensiv, lotet manchmal auch beunruhigend die psychologischen Abgründe der Günderrode aus, zeugt von einer intensiven und empathischen Beschäftigung mit dem Werk einer verkannten Literatin, die 1806 durch Selbstmord, nur 26 Jahre alt, endete. Mit ihrer Collage aus Gesang, Sprechgesang, zugespielten elektronischen Klängen und Bildern aus Günderrodes Leben gelingt Julia Schwartz ein eindringliches Porträt, das sehr dazu anregt, sich mit dieser Dichterin auseinanderzusetzen. (Martin Preisser zum Programm Von Flammen verzehrt, den Kühen verfüttert in der Thurgauer Zeitung 23.6.2012)

(Baritone Randal Turner) is an emotive actor.... He made an entire play out of Julia Schwartz's Don Juan at Forty. At one point he wandered into the audience, looking for seducible women, until he was called back by a discreet cough from his pianist. In another theatrical moment, he tore off his tie & jacket in frustration. At the scene's despairing end, all the lights were cut, leaving the room in darkness. Mr. Turner was well-supported by pianist Allen Perriello  whose playing is crisp & alert. One feels that he is a reliable accompanist. The composer was present, & she took a bow with Mr. Turner & Mr. Perriello. (Alex Feldheim's blog about Music by Living American Composers in Not for Fun Only: Fun & Enlightenment in San Francisco 7.12.2010 nffo.blogspot.com)

Von spielerischer, verspielter Art präsentierte sich die zweite Uraufführung des Abends, die fünfminutige Komposition "Aus den Schatten" der Frauenfelderin Julia Schwartz. Fahle, parallele Quintklänge von Klarinette und Cello schaffen ein misteriöses Ambiente, dessen archaischer Unterton durch mehrfaches Aufblitzen des Anfangsthemas der gregorianischen Sequenz "Victimae paschali laudes" verstärkt wird. Einzelne Tonspritzer, ganze Farbenspiele lösen sich kurzzeitig aus dem Klangkontext, Klarinettenlinien und Cellokantilenen machen auf sich aufmerksam. Eine gross angelegte Beschleunigung mit zunehmender Klangdichte führt zum überraschenden Schluss. (Angelus Hux zur Aufführung durch den Avalon Trio in der Thurgauer Zeitung, 24.04.2006)

Die "15 Vignetten" für Klavier von Julia Schwartz... (sind) abwechslungsreiche und konzentrierte Klangbilder. In weiteren kammermusikalischen Werken zeigte die 1963 geborene, in Frauenfeld lebende Komponistin, Doppelbürgerin der Schweiz und der USA, viel Sinn für die instrumentale Interaktion, in der sich virtuos menschlich Elementares spiegelt. (Herbert Büttiker zum gemeinsam mit Frédéric Bolli konzipiertes Projekt Pilzkunde im Landbote 22.11.2002)

Als Theaterfrau
Vier Tänzerinnen (Brigitte Krauss, Muriel Class, Sarah Frank und Sylvie Roth) bringen in ihrer Verschiedenartigkeit die vielen Facetten Fridas zum Ausdruck. Julia Schwartz' melodischer Gesang wechselt sich mit schrillen, stählernen Percussionphasen ab, in denen auf Saiten wie auf Nerven gesägt wird. Die Tänzerin windet sich dazu, rauft sich in Fridas verzweifelter Wut über ihren unerfüllten Kinderwunsch die Haare und präsentiert dem Publikum die Pulsadern. Tragisch und doch versöhnlich wie das Lebensende Fridas steht am Ende des Stücks "Viva la vida" - ein Stillleben von rot-grün leuchtenden Melonen, die nach dem gellenden Schlusston den begeisterten Zuschauern zuim Verzehr freigegeben werden. (Nina Weimer über Fragile Fragmente Frida  im Südkurier 28.07.2009)

Die Musik von Julia Schwartz (sie singt andeutend hinab in den Hof) gibt dem Stück subtilen Fluss. Und dass Kinderlieder so bedrohlich böse sein können, wenn Mütter sie nachäffen, das hat man als Zuschauer auch gelernt. Wie das Paprikarezept im Stück ist auch die Szenencollage scharf gefüllt. (Martin Preisser über Böse Mütter im Tagblatt 13.09.2004)

 



 

 
Copyright © 2014 Julia Schwartz